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Fragen und Antworten

 

Kann jeder tapen?

Ja und nein. Es gibt einige wenige Kinesio-Tape-Anlagen für die Selbstmedikation, die für ihre Anwendungsbereiche sehr wirksam sind. Jedoch ist die Therapie ein weites Feld und hat sehr viele Anwendungsbereiche. Anlagen zur Selbstmedikation sind quasi eine ‚Instant-Lösung‘. Die meisten Kinesio-Tape-Therapeuten haben zuvor eine medizinische Laufbahn eingeschlagen oder besitzen im Bereich der Sportbetreuung Erfahrungen.

 

Physiotherapeuten, Ärzte, Heilpraktiker, Masseure, Trainer usw. durchlaufen nach ihrer regulären Ausbildung Spezialkurse im kinesiologischen Tapen. Die scheinbar einfach aussehenden Anlagetechniken dieser Therapie müssen in ihrer Gesamtheit verstanden und erlernt werden, um optimale Behandlungsergebnisse in der Therapie oder in der Prophylaxe zu gewährleisten. Wichtig zur Diagnosestellung sind in jedem Fall umfassende Kenntnisse der Anatomie, denn nur die richtige Diagnose kann die korrekte Behandlung nach sich ziehen.

 

Wie finde ich einen Therapeuten?

Fragen Sie am besten einen Arzt oder Physiotherapeuten und lassen Sie sich einen Kinesio-Tape-Therapeuten empfehlen. Auch Akademien, wie wir, die Kinesiotape-Therapeuten ausbilden, sind bei der Suche nach einen ausgebildeten Experten behilflich.

 

Arbeitet die Therapie mit dem Placebo-Effect?

Muss man daran glauben, damit es wirkt? Nein. Es ist eine moderne Therapieform, die auf fundierten Beobachtungen und neuesten Erkenntnissen beruht. Sie gehört zu den physikalischen Therapien wie beispielsweise Reizstrom, Massage oder Ultraschallbehandlungen.

Wann kann Kinesiologisches Tapen nicht angewendet werden?

Kinesiologisches Tapen soll nicht angewandt werden bei:

 

  • offenen und/oder noch nicht verheilten Wunden
  • bekannter Acryl-Allergie
  • sehr dünner Haut (sog. Pergamenthaut)
  • allen Arten von Schuppenflechten im Tapegebiet 
  • wunden und nässenden Hautausschlägen 
  • Hautreizungen, z. B. Sonnenbrand oder Läsionen

 

(ACHTUNG! Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit!)

 

Hat kinesiologisches Tape Nebenwirkungen?

Die meisten Tapes enthälten keine Medikamente. Jedoch gibt es inzwischen auch Tapes auf dem Markt, die mit Wirkstoffen versetzt sind. Die Qualität und Beschaffenheit von kinesiologischen Tapes ist also sehr unterschiedlich und kann in Abhängigkeit von Anwendung, Indikation und möglichen Kontraindikationen zu Nebenwirkungen wie Hautirritationen oder Schmerzen führen. Zur Vermeidung derartiger Probleme sollte das Tape vor der Anwendung auf einer kleinen Stelle der Haut getestet werden. Bei unerwünschten Reaktionen ist das Tape zu entfernen und ein Arzt zu konsultieren. In jedem Fall sollte man sich aber genau an die Angaben und die Empfehlungen des Tape-Herstellers halten.

 

Bei Tapes ohne Wirkstoffe sind die Nebenwirkungen sehr gering. Es können jedoch allergische Reaktionen auf den Acryl-Kleber auftreten. Diese äußern sich in Juckreiz, Hautrötungen oder auch sogenannter Quaddelbildung (Schwellungen, die Mückenstichen ähnlich sind).

 

Darüber hinaus wurde festgestellt, dass gleiche oder ähnliche Symptome bei Patienten auftreten können, die bestimmte Medikamente oder Präparate simultan zur Tape-Behandlung zu sich nehmen. Dies betrifft in erster Linie Herzpatienten.

 

Besondere Vorsicht ist bei Kinesio-Tape-Anlagen mit hohem Zug, der Ligamenttechnik, bei verminderter Gerinnbarkeit des Blutes (Hämophilie) und damit verbundender Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten geboten. In dem Fall sollte man sich nur an einen erfahrenen Therapeuten wenden und eventuell auftretende Reaktionen genau beobachten.

 

Wie lange hält ein kinesiologisches Tape?

Der Spezialkleber haftet sehr gut und man geht von ca. 4-5, im Durchschnitt bis zu 7 Tagen aus (maximal bis zu zwei Wochen). Dabei spielen die Körperregion, das Freizeit,- und Sportverhalten des Patienten und unter Umständen sogar das Wetter eine Rolle. An Armen, Beinen und dem Rücken kann das Tape mehrere Wochen halten. An anderen Stellen, die häufig bewegt werden oder eine höhere Schweißabsonderung aufweisen, wie den Füßen (hier speziell die Fußsohle), den Händen, am Hals und im Gesicht hält das Tape meist nur 3-4 Tage. Tipps für lange Haltbarkeit:

  • nicht auf verschwitzte oder eingecremte Hautstellen kleben
  • Haut zuvor trocknen oder reinigen
  • nach dem Duschen oder Baden das Tape nicht trocken föhnen oder rubbeln, sondern nur trockentupfen

 

Ersetzt kinesiologisches Tape das klassische Tape?

Nein. Jede der beiden Therapiemethoden hat ihre eigene Bedeutung und eigene Berechtigung. Es ist sogar eine Kombination beider Tapearten möglich und besonders im Leistungssport häufig zu beobachten.

 

Was ist der Unterschied zum klassischen Tape?

Im Unterschied zum klassischen Tape ist das Kinesio-Tape flexibel - also dehnbar. Die meisten kinesiologischen Tapes (es gibt verschiedene Hersteller und Anbieter) können um mehr als 50% gedehnt werden. Aus diesem Grund stellt das Kinesio-Tape die Gelenke nicht ruhig, wie das klassische Tape, sondern unterstützt im Gegenteil die Gelenkfunktion und ermöglicht bessere Zirkulation und Bewegung.

 

Es gibt eine Vielzahl von verschiedenen Bezeichnungen, was ist der Unterschied?

Wie bei allen Neuheiten, die sich großer Beliebtheit erfreuen, ist der Markt sehr umkämpft und viele Mitbewerber bemühen sich um die Gunst der Anwender. Der Hauptgrund für die Flut an Bezeichnungen sind namensrechtliche, also marketingtechnische Unterschiede.

 

Sind also im Grunde alle kinesiologischen Tapes gleich?

Nein. Es gibt tatsächlich feine bis signifikante Unterschiede, nicht zuletzt im Preis. Während einige Hersteller großen Wert auf Ursprünglichkeit legen, werben andere mit Weiterentwicklungen. Da Therapie und Markt noch recht jung sind, wird es auf diesem Sektor sicher noch sehr viele Neuerungen geben. Wer selbst auf Experimete verzichten möchte, sollte sich am Besten von den Empfehlungen unabhängiger Institutionen, wie bspw. des DOSB (Deutscher Olympischer SportBund) leiten lassen.

 

Übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten?

Nein, auch wenn sich die Kinesio-Tape-Therapie als sehr wirksam erwiesen hat, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten bisher leider noch nicht. Jedoch gibt es inzwischen bei den privaten Krankenkassen einige, die die Kosten dieser Therapieform - manchmal auch nur zum Teil - tragen. Hier muss sich jeder individuell informieren, ob seine Krankenkasse oder sein spezieller Tarif dafür aufkommt.

 

Was kostet eine Kinesio-Tape-Therapie?

Die Preise einer solchen Behandlung können große Unterschiede aufweisen und hängen von einigen wichtigen Variablen ab. So sind die Behandlungskosten in Ballungszentren und Großstädten meist teurer als in ländlichen Gegenden. Darüber hinaus verlangen Ärzte und Heilpraktiker oftmals ein höheres Honorar als Physio- und Ergotherapeuten oder auch Chiropraktiker. Ein weiteres Kriterium ist die Komplexität und der Aufwand der benötigten Anlage sowie das dafür verbrauchte Tape-Material. Dabei sollte nicht vergessen werden, dass einige Tape-Anlagen und Beschwerdebilder mehrfache Anwendungen erforderlich machen. In jedem Fall sollte man aber vorher den Therapeuten seiner Wahl nach den Kosten der anstehenden Behandlung fragen.

 

Hilft kinesiologisches Tapen immer?

Nein. Wie bei allen anderen Behandlungsformen in der Medizin gibt es keine Garantie für den Behandlungserfolg. Wer Deratiges behauptet ist nicht ehrlich. Jeder Behandlungserfolg in der Medizin hängt von zahlreichen Faktoren ab, die nicht immer alle bekannt sind. Sollte eine Verbesserung des Zustandes ausbleiben, ist es ratsam, den Arzt oder Therapeuten erneut zu konsultieren. Es gibt verschiedene Anlageformen und -techniken und eine andere erweist sich vielleicht als wirksamer. Grundsätzlich kann man aber sagen: Kinesiologisches Tapen ist eine fabelhafte Therapieform, jedoch kein Wunder- und auch kein Allheilmittel.

 

HINWEISE:

Wenn sich Beschwerden verstärken, ist unbedingt ein Facharzt zu konsultieren!

 

In den ersten drei Monaten der Schwangerschaft darf das Tape nicht auf das Kreuzbein geklebt werden!